Antragsart
Grüne Waffenbesitzkarte für Sportschützen
Erste grüne WBK als Sportschütze: Reihenfolge, Unterlagen als Spanne über 22 Behördenformulare, Fristen mit Fundstelle.
Was ist das?
Die grüne Waffenbesitzkarte ist die Urkunde, in die einzelne Waffen eingetragen werden. Sie trägt kein Ablaufdatum, aber die Behörde prüft wiederkehrend, ob die Voraussetzungen fortbestehen.
Was brauche ich?
Die Bedürfnisbescheinigung des Verbandes, den Sachkundenachweis, den Nachweis der sicheren Aufbewahrung — und je nach Behörde zwischen null und zehn Jahren Wohnsitzhistorie.
Was als Nächstes?
Die Reihenfolge einhalten: Verband → Voreintrag bei der Behörde → Kauf → Anzeige binnen zwei Wochen.
Rechtsgrundlagen — in beiden Nummerierungen
Das 3. Waffenrechtsänderungsgesetz hat zum 01.09.2020 mehrere Fundstellen verschoben. Die Allgemeine Verwaltungsvorschrift von 2012 steht weiter auf der alten Nummerierung, und mit ihr zahlreiche Behörden- und Verbandsformulare. Beide Nummern stehen deshalb hier — die linke ist die geltende, die rechte die, die womöglich auf deinem Papier steht.
| Geltende Fundstelle | Wofür sie steht | Vor dem 01.09.2020 | Quelle |
|---|---|---|---|
| § 4 WaffG | Die Voraussetzungen jeder waffenrechtlichen Erlaubnis: Alter, Zuverlässigkeit, persönliche Eignung, Sachkunde, Bedürfnis, Nachweis einer Haftpflichtversicherung. | unverändert | gesetze-im-internet.de · 01.09.2020, abgerufen 23.09.2026 |
| § 10 Abs. 1 WaffG | Die Erlaubnis zum Erwerb wird durch Eintragung in die Waffenbesitzkarte erteilt; Art, Anzahl und Kaliber sind anzugeben. | unverändert | gesetze-im-internet.de · 01.09.2020, abgerufen 23.09.2026 |
| § 14 Abs. 2 und 3 WaffG | Das sportliche Bedürfnis und seine Glaubhaftmachung durch den Verband. | § 14 Abs. 1 und Abs. 2 S. 2 WaffG (vor dem 01.09.2020) WaffVwV Nr. 14.2.1. | gesetze-im-internet.de · 01.09.2020, abgerufen 23.09.2026 |
| § 14 Abs. 5 WaffG | Das Kontingent: zwei mehrschüssige Kurzwaffen für Patronenmunition und drei halbautomatische Langwaffen ohne besondere Begründung; weitere nur mit. | § 14 Abs. 3 WaffG (vor dem 01.09.2020) WaffVwV Nr. 14.3; Richtlinien des BDS LV 10 (2023). | gesetze-im-internet.de · 01.09.2020, abgerufen 23.09.2026 |
| § 36 WaffG, § 13 AWaffV | Die sichere Aufbewahrung und ihr Nachweis. | unverändert | gesetze-im-internet.de · 01.09.2020, abgerufen 23.09.2026 |
Fristen
| Was | Frist | Ab wann | Norm | Folge des Versäumens | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|
| Gültigkeit der Erwerbserlaubnis (Voreintrag) | ein Jahr | ab Erteilung | § 10 Abs. 1 S. 3 WaffG | nicht erhoben | gesetze-im-internet.de · 01.09.2020, abgerufen 23.09.2026 |
| Erwerbsstreckung | in der Regel höchstens zwei Waffen in sechs Monaten | ab dem Erwerbsdatum | § 14 Abs. 3 S. 2 WaffG | nicht erhoben | gesetze-im-internet.de · 01.09.2020, abgerufen 23.09.2026 |
| Anzeige des Erwerbs bei der Waffenbehörde | zwei Wochen | ab dem Erwerb | § 37a Nr. 2 WaffG | Ordnungswidrigkeit nach § 37a in Verbindung mit § 53 Abs. 1 Nr. 8 WaffG. Die Kreispolizeibehörde Herford nennt Bußgelder „bis zu 10.000 Euro", die Polizei Düren ein Regelbußgeld von 500 €. | gesetze-im-internet.de · 01.09.2020, abgerufen 23.09.2026 |
| Nachprüfung des Bedürfnisses durch die Behörde | alle fünf Jahre | ab Erteilung der Erlaubnis | § 4 Abs. 4 WaffG | nicht erhoben | gesetze-im-internet.de · 01.09.2020, abgerufen 23.09.2026 |
| Wiederkehrende Prüfung von Zuverlässigkeit und persönlicher Eignung | mindestens alle drei Jahre | ab Erteilung der Erlaubnis | § 4 Abs. 3 WaffG | nicht erhoben | gesetze-im-internet.de · 01.09.2020, abgerufen 23.09.2026 |
Die Reihenfolge, die niemand zusammenhängend aufschreibt
Zuerst der VERBAND. Kein einziges der 22 ausgewerteten Behördenformulare fragt „Mitglied seit" ab, obwohl die Zwölf-Monats-Mitgliedschaft der Kern des sportlichen Bedürfnisses ist. Sie ist vollständig in die Verbandsbescheinigung ausgelagert — der Verbandsschritt kommt also vor dem Behördenschritt, nicht daneben.
Dann der VOREINTRAG. Die Kreispolizeibehörde Düren beschreibt den Grund: Die Verbandsbescheinigung gilt je Waffe, und die Erwerbsberechtigung aus dem Voreintrag hat ein Jahr Zeit (§ 10 Abs. 1 S. 3 WaffG). Wer erst kauft und dann beantragt, hat die Reihenfolge umgedreht.
Dann der KAUF — und binnen zwei Wochen die ANZEIGE nach § 37a Nr. 2 WaffG, mit Vorlage der Waffenbesitzkarte nach § 37g WaffG.
Das Kontingent
§ 14 Abs. 5 WaffG nennt zwei mehrschüssige Kurzwaffen für Patronenmunition und drei halbautomatische Langwaffen; darüber hinaus verlangt die Norm eine besondere Begründung. Einzellader-Kurzwaffen zählen nicht in die Zweier-Grenze, weil die Norm von mehrschüssigen Kurzwaffen spricht.
Was ein Verband für das Überkontingent verlangt, ist Verbandsrecht: Der Bayerische Sportschützenbund fordert zwei Wettkampfteilnahmen in 24 Monaten und erkennt Wettkämpfe anderer anerkannter Verbände „grundsätzlich nicht" an.
Wo die Behörden auseinandergehen
Die Stichprobe von 22 Formularen zeigt eine Spanne, keine Einheitsliste. Der Umfang schwankt um den Faktor fünf: Bremen kommt mit einer Seite ohne Waffenangaben, ohne Aufbewahrung, ohne Sachkunde aus; Osnabrück und Main-Spessart brauchen vier Seiten.
Vier Behörden verlangen vier verschiedene Beweise für dasselbe Bedürfnis: Kreis Bergstraße fragt „Warum reichen erlaubnisfreie Schusswaffen hierfür nicht aus?", Marburg-Biedenkopf und Bremen fragen, warum die bereits besessenen nicht reichen, Bernkastel-Wittlich verlangt eine „ausführliche Begründung des Antrages".
Und die Erhebungstiefe folgt keinem Muster: Marburg-Biedenkopf fragt nach der Dioptrienzahl, Main-Spessart und Hannover nach dem Geburtsnamen der Mutter, während Köln, Dortmund und Rhein-Sieg nicht einmal die Staatsangehörigkeit abfragen.
Was die Gebühr angeht
Kein einziges der 22 Antragsformulare nennt der antragstellenden Person einen Betrag. Die Gebühr ist systematisch das, was man erst hinterher erfährt — und seit dem Wegfall des § 50 WaffG zum 01.10.2019 ist sie Landesrecht beziehungsweise kommunale Satzung. Belegte Beträge stehen auf den Landesseiten dieser Ausfüllhilfe, mit der Behörde daneben.
Unterlagen — die Spanne, nicht eine erfundene Einheitsliste
Die Behörden verlangen Unterschiedliches, und sie widersprechen sich. Deshalb steht hier bei jeder Unterlage, wie verbreitet sie in der ausgewerteten Stichprobe ist und an welchen Behörden das gemessen wurde. Was deine Behörde will, steht in ihrem Formular — diese Liste sagt dir, womit du rechnen solltest.
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bei den meisten Die Bescheinigung nach § 14 Abs. 3 WaffG. 15 der 22 ausgewerteten Formulare verlangen sie ausdrücklich.
Belegt bei: KPB Düren („im Original", je Waffe eine) · BVA („Bedürfnisbestätigung des Schießsportverbandes") · LH München
Main-Spessart schreibt ausdrücklich: „ein Hinweis auf eine beigelegte Bescheinigung eines Schießsportvereins reicht nicht aus!"
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bei den meisten Die bestandene Sachkundeprüfung nach § 7 WaffG. Bei Jägern ersetzt der Jagdschein sie; bei Sportschützen stellt sie der Verband oder eine anerkannte Stelle aus.
Belegt bei: BayernPortal · LH München (18 von 22 Formularen fragen sie ab)
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bei den meisten Erklärung zum Behältnis nach § 36 WaffG in Verbindung mit § 13 AWaffV: Widerstandsgrad, Gewicht, Verankerung, Aufstellungsort und was darin verwahrt wird.
Belegt bei: KPB Düren (Erklärung, Rechnungskopie und Bilder) · LK Celle (Rechnung oder Typenschild) · KPB Dortmund (eigenes Blatt, § 36 Abs. 3 S. 1 WaffG) · Polizei Münster (je Behältnis Anzahl, Widerstandsgrad, Gewicht, Verankerung)
Sechs Behörden der Stichprobe haben dafür ein eigenes Blatt — wer nur den Hauptantrag ansieht, unterschätzt den Datenbedarf. Alte A- und B-Schränke nach VDMA 24992 sind nur im Bestandsschutz zulässig (§ 36 Abs. 4 WaffG, Stichtag 06.07.2017).
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bei den meisten Zur Identitätsprüfung. Wo der Antrag persönlich abgegeben wird, genügt die Vorlage; beim Postweg verlangen Behörden regelmäßig eine Kopie.
Belegt bei: LH München · LK Celle · KPB Düren
München verlangt alle Unterlagen „im Original und als Kopie" und führt das Verfahren „grundsätzlich schriftlich auf dem Postweg".
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bei den meisten Wer das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, legt für den Erwerb erlaubnispflichtiger Schusswaffen ein Gutachten über die geistige Eignung vor.
Belegt bei: BayernPortal („auf eigene Kosten")
Die Kosten trägt die antragstellende Person.
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vereinzelt Die Versicherung nach § 4 Abs. 1 Nr. 5 WaffG. Sechs der 22 Formulare fragen sie ab; die übrigen setzen sie voraus, ohne einen Beleg zu verlangen.
Belegt bei: 6 von 22 Formularen der Stichprobe
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bei den meisten Eine Aufstellung früherer Anschriften, damit die Behörde bei den richtigen Stellen anfragen kann. 14 der 22 Formulare fragen danach.
Belegt bei: LH München und Kreis Pinneberg: zehn Jahre · Main-Spessart, LK Kassel, Marburg-Biedenkopf, KPB Köln, KPB Rhein-Sieg, Region Hannover, LK Osnabrück, Bremen: fünf Jahre · LRA Kitzingen, LRA Günzburg, BVA: gar nicht
Der Zeitraum ist völlig uneinheitlich. Dortmund und Ludwigsburg haben die Historie in ihren Fassungen von 2024 und 2026 gestrichen und durch eine Selbsterklärung ersetzt.
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vereinzelt Die Behörde holt die Auskünfte nach §§ 39 und 43 WaffG selbst ein — eine gesetzliche Pflicht, die keine Einwilligung braucht.
Belegt bei: LRA Main-Spessart (ausdrücklich dagegen)
Main-Spessart schreibt: „Bitte übersenden Sie dem Landratsamt kein Führungszeugnis … Ein ‚Führungszeugnis zur Vorlage bei Behörden‘ … reicht wegen seines beschränkten Umfanges für waffenrechtliche Entscheidungen nicht aus, verursacht Ihnen aber zusätzliche Kosten." Keine andere Behörde der Stichprobe stellt das klar.
Die Felder — was hineingehört und woher du es bekommst
Familienname22 von 22 Formularen
Der aktuelle Familienname, so wie er im Ausweisdokument steht.
So steht es auf den Formularen: „Familienname" (LH München) · „Name" (KPB Köln)
Was dabei schiefgeht:
- Namenszusätze wie „von" oder „zu" weglassen — sie gehören zum Namen im Ausweis.
- Doppelnamen ohne Bindestrich schreiben, wenn der Ausweis einen trägt.
Vorname(n)22 von 22 Formularen
ALLE Vornamen aus dem Ausweisdokument, nicht nur der Rufname. Mehrere Behörden verlangen zusätzlich, den Rufnamen zu unterstreichen.
So steht es auf den Formularen: „Vorname(n) (Rufnamen unterstreichen)" (KPB Köln) · „Vornamen" (LH München)
Was dabei schiefgeht:
- Nur den Rufnamen eintragen, obwohl der Ausweis drei Vornamen führt.
- Das Unterstreichen des Rufnamens übersehen, wo es verlangt ist.
Geburtsname oder früherer Name22 von 22 Formularen
Der Name vor einer Namensänderung — meist durch Heirat. Die Behörde braucht ihn, weil Auskünfte aus dem Bundeszentralregister und von der Staatsanwaltschaft unter dem früheren Namen geführt sein können.
So steht es auf den Formularen: „Geburtsname (unbedingt angeben)" (KPB Köln) · „Geburtsname / früherer Name" (LH München)
Was dabei schiefgeht:
- Das Feld leer lassen, weil sich der Name nie geändert hat — dann gehört „wie oben" oder der eigene Name hinein, nicht nichts.
- Bei mehreren Namensänderungen nur die letzte nennen.
Geburtsdatum22 von 22 Formularen
Das Geburtsdatum im deutschen Format Tag.Monat.Jahr.
So steht es auf den Formularen: „Geburtsdatum (TT.MM.JJJJ)" (Stadt Bretten) · „geboren am" (LRA Main-Spessart)
Was dabei schiefgeht:
- Das Jahr zweistellig schreiben — verlangt ist vierstellig.
- Die amerikanische Reihenfolge Monat/Tag verwenden.
Geburtsort22 von 22 Formularen
Der Ort der Geburt, wie er im Ausweis steht. Mehrere Behörden wollen zusätzlich Landkreis und Staat — besonders bei Geburtsorten, die es mehrfach gibt oder die heute in einem anderen Staat liegen.
So steht es auf den Formularen: „Geburtsort (Gemeinde, Landkreis, Land)" (LRA Main-Spessart) · „Geburtsort" (LH München)
Was dabei schiefgeht:
- Nur die Stadt nennen, wo Landkreis und Staat verlangt sind.
- Den heutigen statt des im Ausweis eingetragenen Ortsnamens verwenden.
Staatsangehörigkeit19 von 22 Formularen
Bei mehreren Staatsangehörigkeiten sind alle anzugeben — München formuliert das ausdrücklich.
So steht es auf den Formularen: „jede Staatsangehörigkeit" (LH München)
Was dabei schiefgeht:
- Bei doppelter Staatsangehörigkeit nur eine nennen.
Anschrift22 von 22 Formularen
Die Hauptwohnung. Sie entscheidet zugleich darüber, welche Waffenbehörde zuständig ist.
So steht es auf den Formularen: „Straße und Hausnummer / Postleitzahl und Ort" (LH München) · „Wohnanschrift" (LK Kassel)
Was dabei schiefgeht:
- Eine Postfachadresse angeben — die Behörde braucht die Wohnanschrift.
- Bei Haupt- und Nebenwohnsitz die falsche nennen; zuständig ist die Behörde der Hauptwohnung.
Telefon21 von 22 Formularen
Rückrufnummer für Rückfragen. München kennzeichnet sie ausdrücklich als freiwillig.
So steht es auf den Formularen: „Telefon (freiwillige Angabe)" (LH München)
Was dabei schiefgeht:
- Eine Nummer angeben, unter der tagsüber niemand erreichbar ist.
E-Mail21 von 22 Formularen
Ebenfalls für Rückfragen; meist freiwillig.
So steht es auf den Formularen: „E-Mail" (LH München)
Bedürfnisbestätigung des Schießsportverbandes15 von 22 Formularen
Die Bescheinigung nach § 14 Abs. 3 WaffG. Sie kommt vom Verband oder Landesverband, nicht vom Verein.
So steht es auf den Formularen: „Bedürfnisbestätigung des Schießsportverbandes" (Bundesverwaltungsamt)
Was dabei schiefgeht:
- Eine Bescheinigung des eigenen Vereins beilegen — für den Erwerb verlangt § 14 Abs. 3 WaffG den Verband.
- Eine Kopie einreichen, wo das Original verlangt ist (Düren: „im Original").
Aufbewahrung: Behältnis und Widerstandsgrad13 von 22 Formularen
Welches Behältnis die Waffen aufnimmt: Widerstandsgrad nach DIN/EN 1143-1 (Grad 0 oder I) oder — nur im Bestandsschutz — Sicherheitsstufe A oder B nach VDMA 24992. Dazu Gewicht, Verankerung und Aufstellungsort.
So steht es auf den Formularen: „Behältnis der Sicherheitsstufe A (alt) B (alt) 0 I Waffenraum … A- + B-Schränke: Nur noch gültig bei Bestandsschutz!" (Saarpfalz-Kreis) · „Widerstandsgrad (z. B. Widerstandsgrad 0 oder I)" (LK Ludwigsburg) · „Erklärung zur Aufbewahrung … (§ 36 Abs. 3 Satz 1 WaffG)" (KPB Dortmund)
Was dabei schiefgeht:
- Einen A- oder B-Schrank ohne Bestandsschutz eintragen. § 36 Abs. 4 WaffG schützt die alten Behältnisse nur „bei Aufrechterhaltung der bis zum 6. Juli 2017 erfolgten Nutzung".
- Das Gewicht weglassen, obwohl es die zulässige Zahl der Kurzwaffen mitbestimmt (Stuttgart: „Gewicht unter 200 kg: bis 5 Kurzwaffen").
- Den Aufstellungsort ungenau angeben, wo die Behörde ihn erhebt.
Begleitschreiben vorbereiten
Die Angaben unten bleiben in deinem Browser. Daraus entsteht ein sachliches Begleitschreiben, das du ausdrucken und dem Antrag beilegen kannst — oder das du dort verwendest, wo deine Behörde gar keinen Vordruck führt.
Alle Eingaben bleiben in diesem Browser. Sie werden im lokalen Speicher des Geräts abgelegt und nirgendwohin gesendet — diese Seite ist statisches HTML ohne Empfänger. Wer das nachsehen will, öffnet den Netzwerk-Reiter der Entwicklerwerkzeuge. Mit „Angaben löschen" ist alles wieder weg.
Vorname Name
Straße Hausnummer
PLZ Ort
An die zuständige Waffenbehörde
Ort, Datum
Antrag auf Erteilung einer Waffenbesitzkarte (§ 10 Abs. 1 WaffG)
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit beantrage ich die Erteilung einer Waffenbesitzkarte als Sportschütze (§ 10 Abs. 1, § 14 Abs. 2 und 3 WaffG).
Rechtsgrundlage: § 4 WaffG, § 10 Abs. 1 WaffG, § 14 Abs. 2 und 3 WaffG, § 14 Abs. 5 WaffG, § 36 WaffG, § 13 AWaffV.
Anbei die folgenden Unterlagen:
- Bedürfnisbescheinigung des Schießsportverbandes
- Sachkundenachweis
- Nachweis der sicheren Aufbewahrung
- Personalausweis oder Reisepass
- Fachärztliches oder fachpsychologisches Gutachten (unter 25 Jahren)
- Nachweis einer Haftpflichtversicherung
- Wohnsitze der letzten Jahre
- Führungszeugnis
Für Rückfragen stehe ich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Vorname Name
Angaben ohne Gewähr, keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind das Waffengesetz in der geltenden Fassung, deine Erlaubnisurkunden und die Auskunft deiner Waffenbehörde. Diese Seite erklärt, was auf deutschen Antragsformularen steht und woher die Angaben kommen — sie entscheidet nichts und sagt nichts über den Ausgang eines Verfahrens.
Häufige Fragen
Brauche ich zuerst die Waffenbesitzkarte oder zuerst den Verband?
Zuerst den Verband. Die Bescheinigung nach § 14 Abs. 3 WaffG ist die Unterlage, auf der der Behördenantrag aufsetzt; kein einziges der 22 ausgewerteten Behördenformulare erhebt die Mitgliedschaftsdauer selbst.
Wie lange gilt ein Voreintrag?
Ein Jahr ab Erteilung, § 10 Abs. 1 S. 3 WaffG. Das Bundesverwaltungsamt schreibt es auf sein eigenes Formular: „Die Gültigkeit des Voreintrages beträgt ein Jahr ab Erteilung."
Was kostet eine grüne Waffenbesitzkarte?
Das ist Landesrecht. Belegt sind unter anderem 40 € beim Landkreis München, 56 € in Stuttgart, 70 € im Kreis Segeberg und 90 € im Vogtlandkreis — Faktor 2,25 für denselben nominellen Vorgang. Eine bundesweite Zahl gibt es seit dem 01.10.2019 nicht mehr: § 50 WaffG ist weggefallen, die Kostenverordnung zum Waffengesetz aufgehoben.
Wie lange dauert die Bearbeitung?
Auch das ist uneinheitlich. Die abgerufenen Behördenangaben reichen von „etwa 3 bis 4 Wochen" (Main-Spessart) über „4–8 Wochen" (Bremen) und „6 bis 8 Wochen" (Kreis Segeberg) bis „bis zu 3 Monate" (Merkblatt NRW) und „bis zu mehreren Monaten" (Hamburg).
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Bedürfnisbescheinigung des Schießsportverbandes
Beim eigenen Landesverband nachsehen, welches Formular er führt, was er dafür nimmt und wie lange er braucht — die Spanne reicht von 10,00 € bis 40,00 €.
Grüne Waffenbesitzkarte für Jäger
Die Zwei-Wochen-Frist des § 13 Abs. 3 S. 2 WaffG im Blick behalten — sie betrifft den ANTRAG auf Eintragung, nicht die Anzeige nach § 37a.
Gelbe Waffenbesitzkarte
Bei mehr als zehn Eintragungen im Altbestand (§ 58 Abs. 22 WaffG) vor jedem Neuerwerb prüfen, ob reduziert werden muss.
Wer ist für mich zuständig?
Behördentyp, Landesportal und Formularlage in allen sechzehn Ländern.
Glossar: Waffenrecht von A bis Z
Bedürfnis, Voreintrag, Erwerbsstreckung, Behältnisklasse — 23 Begriffe, kurz erklärt.
Bedürfnisnachweis nach § 14 WaffG
Erwerbsfrequenz, Fortdauer und die zwei Stellen, an denen die Auslegung auseinandergeht.