Kennt die App die österreichische Waffenbesitzkarte und den Waffenpass?
Ja — und zwar als eigene Dokumenttypen, nicht als umbenannte deutsche WBK. Waffenschrank führt Waffenbesitzkarte, Waffenpass, Registrierungsbestätigung für Kategorie C, Europäischen Feuerwaffenpass, Jagdkarte (mit Bundesland) und Schießmittelschein getrennt, mit den Feldern und Fristen, die dort wirklich hingehören: Die österreichische Urkunde steuert über eine Stückzahl (§ 23 WaffG 1996), nicht über Farben und Einzeleintragungen, und die Registrierungsbestätigung stellt ein Waffenfachhändler aus — also weder Behörde noch Nummer noch Ablaufdatum. Welche Urkunde du in deinem Fall brauchst, entscheidet deine Waffenbehörde.
Rechnet Waffenschrank die Stückzahl nach § 23 mit?
Ja. Die App zählt, wie viele deiner Waffen der Kategorie B auf die Stückzahl deiner Urkunde angerechnet sind, und zeigt an, ob noch ein Platz frei ist. Als Rahmen nimmt sie den gesetzlichen Regelfall: zwei Waffen, auf Antrag nach fünf Jahren bis zu fünf, für Mitglieder eines Schießsportvereins je Antrag zwei mehr und höchstens zehn (§ 23 Abs. 2b). Maßgeblich ist aber immer die Stückzahl, die in deiner eigenen Urkunde steht — die App rechnet mit, sie erlaubt nichts. Über Ausstellung und Aufstockung entscheidet die Behörde.
Wie geht die App mit den alten Waffen nach § 23 Abs. 2a um?
§ 23 Abs. 2a nimmt Kategorie-B-Waffen von der Stückzahl aus, die vor 1871 entwickelt bzw. vor 1900 erzeugt wurden. An diesem „bzw.“ hängt die ganze Frage: Genügt eines der beiden Jahre, oder müssen beide zutreffen? Beide Lesarten sind vertretbar, und Waffenschrank entscheidet die Rechtsfrage nicht. Die App entscheidet nur dort, wo beide Lesarten dasselbe Ergebnis haben — trifft beides zu, ist die Waffe ausgenommen; trifft keines zu, zählt sie mit. Greift genau ein Merkmal, zählt die App die Waffe mit und benennt die Divergenz ausdrücklich, statt einen Platz zu versprechen, den es unter der strengeren Lesart nicht gibt. Damit sie überhaupt so rechnen kann, fragt sie in Österreich bei Kategorie-B-Waffen nach dem Entwicklungsjahr des Modells. Wie deine Behörde die Vorschrift auslegt, kann die App nicht vorwegnehmen.
Was ändert die Novelle 2025 für Waffen der Kategorie C?
Seit dem 28. April 2026 ist die Novelle vollständig in Kraft. Kategorie C ist seither bewilligungspflichtig (§ 34 Abs. 1 in der neuen Fassung): Erwerb und Besitz setzen eine Waffenbesitzkarte, einen Waffenpass, eine Jagdkarte oder eine Kategorie-A/B-Urkunde voraus, die Registrierungsbestätigung allein genügt nicht mehr. Für Altbestände läuft eine Übergangsfrist bis zum 28. April 2028 (§ 58 Abs. 31–34). Waffenschrank nennt diese Frist bei den Markt-Regeln für Österreich. Ob dein Bestand betroffen ist und was zu tun bleibt, klärst du mit deiner Behörde.
Schreibt das österreichische Recht einen zertifizierten Waffenschrank vor?
Eine Behältnisklasse nennt das WaffG 1996 nicht. § 16b verlangt sichere Verwahrung; die Kriterien der 2. Waffenverordnung (§ 3 Abs. 2) stellen darauf ab, ob die Verwahrung zu Anzahl und Gefährlichkeit der Waffen angemessen ist. Marktüblich empfohlen wird ein Waffenschrank nach EN 1143-1 ab Grad 0 — das ist eine Empfehlung, keine gesetzliche Pflicht. Wer 20 oder mehr Schusswaffen oder Munition in großem Umfang verwahrt, hat das der Behörde anzuzeigen und die Sicherungsmaßnahmen zu beschreiben (§ 16 Abs. 1); erneut zu melden ist, sobald sich der gemeldete Bestand verdoppelt. Was im Einzelfall genügt, beurteilt deine Behörde; die App gibt diese Regel nur wieder.